Mephisto auf der Gamescom angespielt

Am Montag hat Blizzard mit Mephisto einen neuen spielbaren Charakter für Heroes of the Storm vorgestellt. Natürlich wurde der neue Held mitsamt der überarbeiteten Hanamura Map zur Gamescom mitgebracht. Deshalb haben wir die Gelegenheit genutzt und Mephisto auf der Messe in Köln angespielt.

Wie spielt sich Mephisto?

Lassen wir die Diskussion um das in-game Model außen vor und konzetrieren uns auf das Wesentliche: Wie spielt sich der Bruder von Diablo?

mephisto heroes of the storm

Mephisto ist ein Fernkampfassassine und setzt eher auf „Sustained Damage“, kann aber vor allem auf höheren Stufen auch mal große Schadenswerte innerhalb kurzer Zeit verursachen.

Durch seinen Trait „Herr des Hasses“ wird die Richtung, in die Mephisto geht, schnell klar. Er profitiert davon mehrere Helden gleichzeitig anzugreifen, denn pro getroffenem Gegner reduzieren sich die Cooldowns seiner Grundfähigkeiten. Es gibt sogar ein Talent, durch das diese Eigenschaft auch auf die heroischen Fähigkeiten übertragen wird.

Apropos heroische Fähigkeiten: Mit „Seelen verschlingen“ hat Mephisto ein sehr mächtiges Werkzeug. Damit werden alle gegnerischen Helden kurzzeitig aufgedeckt, erleiden dann Schaden und werden auch noch verlangsamt. Entscheidet man sich stattdessen für den „Kerker des Hasses“, dann bekommt man eine Fähigkeit, die Gegner festhält und sich wie Malfurions „Wucherwurzeln“ ausbreitet – aber natürlich in einem etwas größeren Radius. Sollte man im Team also noch etwas mehr „Crowd Control“ brauchen, dann kann man diese Fähigkeit der globalen Allzweckwaffe vorziehen.

Etwas spielerisches Geschick erfordert Mephisto aber schon, um wirklich effektiv zu sein. Sein Schädelgeschoss hat eine leichte Verzögerung, die Blitznova trifft nur Gegner in dem Umkreis, in dem sie angezeigt wird und nicht innerhalb davon. Dafür wird also eine gute Positionierung benötigt. Und Mephistos Schatten ist eine offensive Fähigkeit, die ein gewisses Risiko birgt. Sie kann nicht zur Flucht benutzt werden, außer man wählt ein bestimmtes Talent auf Level 20.

Vermutlich ist Mephisto in Eins-gegen-Eins-Duellen vielen anderen Assassinen unterlegen, weil er hier seine Stärke – die Reduktion der Cooldowns – nicht nutzen kann. Man kann das aber zu einem gewissen Grad ausgleichen, in dem man bestimmte Talente wählt, die das Schädelgeschoss verbessern.

Dafür dürfte Mephisto in Teamfights eine entscheidende Rolle spielen. Die Fähigkeiten kann man dank des Traits oft einsetzen und damit die Gegner unter Druck setzen. Hat man sich bei der heroischen Fähigkeit für „Seelen verschlingen“ entschieden, kann man diese Fähigkeit auf Level 20 noch um einiges stärker machen. Gegner erleiden mehr Schaden, abhängig davon wieviele Lebenspunkte bereits fehlen und wenn ein Gegner stirbt, wird die Fähigkeit direkt noch einmal aktiviert. Das macht knappes Entkommen für die Gegner quasi unmöglich.

Alternativ kann man sich auf der höchsten Talentstufe auch für mehr „Crowd Control“ oder mehr Mobilität entscheiden. Allerdings ist die Tatsache, dass Mephisto als „Sustained Damage Dealer“ mit globaler Reichweite Gegnern den Rest geben kann schon eine Ansage. Auch sonst erscheint er schon allein auf dem Papier sehr stark. Möglicherweise muss Blizzard bis zum Release noch die ein oder andere Abschwächung vornehmen.

Hanamura ganz anders

Unter dem quasi neuen Namen „Hanamura Temple“ ist die Overwatch Map jetzt zurück. Auch wenn sich einige Spieler vielleicht wünschen, die Map wäre gar nicht zurück gekommen, muss man ihr doch eine neue Chance geben. Blizzard hat nämlich einiges daran verändert und das Gameplay gleicht jetzt mehr einem klassischen Schlachtfeld.

hanamura heroes of the storm

Es gibt jetzt nur noch ein Payload. Das ist eine Änderung mit der man rechnen konnte, die sich aber auch einfach bezahlt macht. Wenn das Event startet, muss man sich nicht mehr aufteilen, sondern kann gezielt um das eine Objekt kämpfen. Vorher benötigte man eine sehr gute Koordination, was vor allem bei Matches der Schnellsuche oft unmöglich war. Jetzt ist dieser Faktor deutlich abgeschwächt.

Zum klassischen Gameplay trägt auch die Tatsache bei, dass das Payload nach erfolgreicher Eskortierung nicht mehr direkt die Zitadelle angreift, sondern erst einmal alle anderen Gebäude. Die Zitadelle ist auch nicht mehr geschützt, so dass man sie auch normal angreifen kann. Dadurch spielt sich Hanamura wie eine normale Zwei-Lane-Map. Nur das Event an sich bleibt einzigartig. Und das ist doch etwas Gutes.

Blizzard hat übrigens auch bei den Camps Änderungen vorgenommen. Einen Boss gibt es nicht mehr. Die normalen Camps werfen auch keine Items mehr ab, sondern pushen eine Lane. Sinnvoll erscheint auch, dass Wachturmpunkte durch Aufklärungscamps ersetzt wurden. Erst wenn man eine kleine Söldnertruppe besiegt hat, kann man das Camp einnehmen und die Umgebung sehen.

Wir fanden die neue Version von Hanamura jedenfalls deutlich angenehmer als die ursprüngliche Version. Vermutlich wird sie zusammen mit Mephisto nächste Woche auf dem Public Test Realm (PTR) landen. Dann hat jeder die Möglichkeit sich ein eigenes Bild davon zu machen.

Patch 37.0: Mephisto, Tyrande Rework, Hanamura zurück Mephisto & Hanamura Rework enthüllt
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