Änderungen an Heldenrollen, Gameplay und Ranked kommen 2019

Auf der Blizzcon 2018 wurde Orphea präsentiert, doch ansonsten gab es keine großen Ankündigungen bezüglich Heroes of the Storm. Allerdings gaben die Entwickler auch einen Ausblick darauf, was sie 2019 mit ihrem MOBA vorhaben. Die Heldenrollen werden endlich neu aufgeteilt, es wird erneut spürbare Veränderungen am Gameplay geben und das Matchmaking sowie die gewerteten Spielmodi werden überarbeitet. Ein paar der Änderungen sollen sogar noch dieses Jahr durchgeführt werden. Die kommenden Monate werden also interessant.

Rollen werden neu aufgeteilt

Die bisherigen Rollen in Heroes of the Storm sorgen vor allem unter neuen Spielern für viel Verwirrung. Sie sind zu ungenau definiert, was dazu führt, dass Helden der gleichen Rolle tatsächlich völlig unterschiedlich sein können. Unterstützer sind nicht zwangsläufig Heiler und Krieger können Tanks oder auch Bruiser sein. Und die Spezialisten sind auch nicht alle gleich. Bisher war es deshalb erforderlich selbst das nötige Wissen mitzubringen, um die Helden richtig einordnen zu können.

Zukünftig soll das durch eine deutlichere Einteilung leichter fallen. Krieger und Spezialisten fallen weg, wobei erstgenannte Rolle auf Tank und Bruiser aufgeteilt wurde. Außerdem sind Heiler jetzt eine eigene Kategorie.

Die neue Aufteilung der Rollen wird so aussehen:

  • Tank
  • Bruiser
  • Heiler
  • Unterstützer
  • Nahkampf-Assassine
  • Fernkampf-Assassine

Quickmatch und Bonus XP

In der Vergangenheit stand auch immer wieder die Schnellsuche („Quick Match“) in der Kritik. Erfahrene Spieler bemängeln, dass in diesem Spielmodus neuen Spielern das Spiel falsch beigebracht wird. Es kommt in diesem Modus nämlich viel zu häufig zu Teamkompositionen, die nicht der Norm entsprechen. Beispielsweise fehlen oft Tanks oder Heiler.

Blizzard möchte diesem Faktor entgegenwirken und scheint nun einen Weg gefunden zu haben. Zukünftig soll es quasi garantiert sein, dass in jedem Match pro Team mindestens ein Tank, ein Heiler und ein Fernkampfassassine vertreten ist. Um die weniger gespielten Rollen attraktiver zu machen, gibt es 50% zusätzliche Erfahrungspunkte, wenn man eine Rolle auswählt, die in der Warteschlange aktuell unterbesetzt ist.

Apropos Erfahrungspunkte: Die „Stimpacks“ werden ab dem nächsten Update „Boosts“ genannt. Sie behalten ihren Bonus von 100% auf Erfahrungspunkte und 150% auf Gold. Doch für jeden anderen Spieler in einem Match, der ebenfalls einen aktiven Boost besitzt, gibt es nochmal 5% zusätzliche Erfahrungspunkte. Angenommen alle anderen Spieler haben einen aktiven Boost, dann würde man selbst dafür zusätzliche 45% Erfahrungspunkte erhalten.

Die Kosten und die Dauer werden die gleichen sein wie bisher bei den Stimpacks. Übrigens wird es auch möglich sein einen Boost direkt nach einem Match zu kaufen. Dieser zählt dann auch für das gerade gespielte Match.

Ranked wird überarbeitet

Stück für Stück möchte Blizzard das „Ranked Play“ überarbeiten. Heldenliga und Teamliga werden zu einer einzigen Liga. Möchte ein Spieler nur mit anderen Solo-Spielern in ein Match gebracht werden, dann kann er dafür eine Option aktivieren.

Die bisher zehn Platzierungsmatches werden auf drei reduziert. Für das Abschließen der Platzierungsmatches gibt es auch keine Belohnungen mehr am Ende der Saison. Stattdessen muss man einige Matches mehr pro Saison spielen. Das soll verhindern, dass Spieler nur die Platzierugnsmatches abschließen und dann aufhören den Ranked Mode zu spielen.

Auf- und Abstiegsmatches werden übrigens komplett abgeschafft. Man geht also fließend in einen anderen Rang über. Zusätzlich werden die Rangpunkte durch den MMR-Wert ersetzt. Das einst angekündigte „Performance-based Matchmaking“, das wegen diverser Probleme nie in seiner geplanten Form eingeführt wurde, hat im Hintergrund fleißig Statistiken gesammelt. Es wird in Zukunft dafür genutzt, dem Spieler aussagekräftige Statistiken darüber zu geben, wie er sich mit dem gespielten Helden im Gegensatz zu anderen Spielern geschlagen hat.

Die „Loss Forgiveness“ soll helfen die Frustration zu senken, wenn ein Spieler das Match absichtlich oder unabsichtlich verlässt und man für längere Zeit mit einem Bot im Team spielen muss. In diesem Fall wird eine Niederlage nicht auf den Rang angerechnet. Spieler, die öfter ein Match verlassen, sollen zunehmend härtere Strafen bekommen.

Gameplay-Änderungen

Blizzard plant diverse Änderungen am Gameplay und möchte die Matches dadurch spannender machen. Szenarien, in denen ein Team regelrecht überrollt wird, sollen nicht mehr so häufig vorkommen. Deshalb sind teilweise drastische Veränderungen bezüglich der erhaltenen Erfahrungspunkte in einem Match vorgesehen.

Das Zerstören von Forts und Festungen gibt zukünftig keine Erfahrungspunkte mehr. Außerdem geben Türme nur noch die Hälfte der bisherigen Erfahrungspunkte. Dafür erhält man für das Einnehmen von Söldnercamps doppelt so viele Erfahrungspunkte als bisher. Und genau diese Anzahl an Erfahrungspunkten erhält man auch, wenn man Söldner besiegt, die auf einer Lane unterwegs sind. Außerdem wurde der passive Erfahrungsgewinn um 15% erhöht.

Damit die Teams trotzdem für das Zerstören wichtiger Gebäude belohnt werden, kommen Änderungen an den Katapulten (bzw. ihren schlachtfeldspezifischen Varianten) hinzu. Schon ein zerstörtes Fort lässt Katapulte auf dem entsprechenden Weg erscheinen, allerdings nur mit jeder dritten Welle von Dienern. Das soll für einen beständigen Druck sorgen, der nicht so einfach ignoriert werden kann. Die Entwickler haben mit dieser Änderung aber auch den Hintergedanken, dass das unterlegene Team durch den erhöhten Druck auf einer Lane größere Wellen in relativ sicherer Umgebung verteidigen kann. Dadurch soll ein Rückstand an Erfahrungspunkte besser aufzuholen sein.

Wurde eine Festung auf einer Lane zerstört, dann erscheinen wie bisher auch mit jeder Dienerwelle Katapulte. Damit die Katapulte kein Ungleichgewicht hervorrufen, wird ihre Skalierung angepasst. Im Spielverlauf steigen deren Angriffsfläche, Reichweite, Lebenspunkte und verursachte Schadenspunkte an.

Was die spielbaren Helden betrifft, gibt es ebenfalls noch eine wichtige Änderung: Panzerungseffekte, die den erlittenen Schaden reduzieren, können nicht mehr gestapelt werden. Das gilt genauso für Effekte, die dafür sorgen, dass ein gegnerischer Held mehr Schaden erleidet. Treten mehrere solcher Effekte bei einem Held gleichzeitig auf, dann gilt nur noch der jeweils höchste Buff und Debuff.

Ein neues Icon neben der Lebensanzeige wird Auskunft darüber geben, wie viel und welche Art von Panzerung ein Held aktuell besitzt.

Reworks und neue Inhalte

Für den Dezember wurden zwei Reworks angekündigt. Sowohl Stitches als auch Sylvanas werden überarbeitet. Die Königin der Verlassenen wird dabei zu einer Fernkampf-Assassine umgebaut, eventuell gibt es also auch spürbare Veränderungen an ihren Fähigkeiten.

Im Dezember soll dann auch das nächste in-game Event stattfinden. Mit Sicherheit dürfen wir uns dabei auf neue winterliche Skins freuen. Und nächstes Jahr soll es natürlich auch wieder thematische Events geben, die möglicherweise wie „The Fall of King’s Crest“ auch die Hintergrundgeschichte von Heroes of the Storm vorantreiben. Vielleicht hat Blizzard neben Orphea auch schon weitere Nexus-Helden geplant.

Zur Freude vieler Fans wurden übrigens der „Janitor Leoric“ Skin und Community Manager Kevin „Cloaken“ Johnson als Ansager angekündigt. Beides wurde schon unzählige Male auf Plattformen wie z.B. reddit von Spielern gewünscht.

Quelle: heroesofthestorm.com, reddit.com

Orphea als erster spielbarer Nexus-Charakter vorgestellt
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