Rollen

In Heroes of the Storm gibt es offiziell vier Rollen, die man einnehmen kann: Assassine, Unterstützer, Krieger oder Spezialist. Eigentlich sind es aber noch ein paar mehr, da man die genannten Rollen weiter unterteilen muss. Das kann besonders Neuansteiger zu einer falschen Wahl verleiten. Deshalb wollen wir uns die verschiedenen Rollen einmal etwas genauer ansehen.

Assassine

Der Assassine ist genau das, was man sich als Neuansteiger vorstellt. Er ist der Schadensverursacher für das eigene Team und soll sich primär darum kümmern gegnerische Helden auszuschalten. Oft wird diese Rolle auch als „Carry“ bezeichnet. Dieser Begriff entstand in der MOBA-Szene mit dem Grundsatz: „Beschütze diesen Spieler und er gewinnt das Match!“

Auch in Heroes of the Storm ist es wichtig die Assassinen zu unterstützen. Das bedeudet aber auch, dass sich der jeweilige Spieler selbst nicht in zu große Gefahr begeben darf. Schon die Positionierung unterscheidet einen guten von einem schlechten Assassinen.

Bei den Assassinen wird zwischen zwei Arten unterschieden: Nahkämpfer und Fernkämpfer. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass dies keine große Auswirkungen hat und nur die persönliche Vorliebe betont. Jedoch beeinflusst die Wahl auch das restliche Team. Außerdem können die Helden dieser Kategorie entweder auf „Burst Damage“ (explosionsartigen Schaden) oder auf „Sustained Damage“ (anhaltenden Schaden) ausgerichtet sein.

Fernkämpfer („Ranged Assassin“)

In Teamkämpfen steht man als Fernkämpfer immer in der zweiten Reihe und versucht aus sicherer Entfernung Schaden am Gegner zu verursachen. Den Sicherheitsabstand sollte man auch einhalten, da man als Ausgleich oft weniger Lebenspunkte und keine Fähigkeiten zur Flucht besitzt. Typische Helden dieser Kategorie sind zum Beispiel Jaina, Valla oder Kael’thas.

Andere Helden im Team können verhindern, dass die Gegner an ihren Fernkämpfer gelangen können oder ihn im Notfall unterstützen. Ein Tank kann die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und Heiler können erlittenen Schaden wieder ausgleichen.

Nahkämpfer („Melee Assassin“)

Logischerweise müssen Nahkämpfer offensiver agieren. Im Idealfall möchte man die Fernkämpfer des Gegners erreichen. Jedoch befindet man sich als Nahkämpfer nahezu permanent in einer gefährlichen Zone, da man für den Gegner einfacher zu erreichen ist. Viele Helden dieser Klasse haben sprungähnliche Fähigkeiten („Dive Skills“), um die Distanz zum Gegner verringern oder im Notfall auch vergrößern zu können. Typische Nahkämpfer sind Kerrigan, Illidan oder Thrall.

Auch Nahkampf-Assassinen sind auf die Unterstützung anderer angewiesen. Schilde oder schnelle Heilung ermöglichen eine aggressivere Spielweise und können in Kämpfen entscheidend sein. Manchmal besitzen auch die Assassinen selbst Fähigkeiten, um Gegner zu lähmen oder auf andere Art und Weise negativ zu beeinflussen.

Stealth Assassin

Eine Gruppe von Assassinen muss man noch gesondert ansprechen: „Stealth Assassins“ gibt es als Nahkämpfer und Fernkämpfer, allerdings haben sie die Möglichkeit sich unsichtbar zu machen. Damit nehmen sie eine besondere Rolle ein. Zu dieser Gruppe von Helden zählen beispielsweise Nova, Zeratul und Valeera.

Unsichtbare Helden erfordern eine andere Spielweise. Sie müssen viel über das Schlachtfeld laufen und gezielt nach Möglichkeiten suchen, um Gegner auszuschalten. Sie können sich beispielsweise an einen Helden heranschleichen, der alleine unterwegs ist und keine Rückzugsmöglichkeit hat.

Übrigens: Die Unsichtbarkeit ist nicht hundertprozentig. Wenn man genau hinsieht, kann man solche Helden an einem leichten Schimmer erkennen und sie mit entsprechenden Fähigkeiten angreifen und aufdecken. Die Unsichtbarkeit endet auch, wenn der Held Schaden erleidet oder selbst einen Angriff durchführt.

Unterstützer

Helden dieser Kategorie gelten als weniger interessant, da sie eine defensivere Spielweise voraussetzen und eben nicht primär zum Ausschalten anderer Helden gemacht sind. Wie der Name schon sagt liegen ihre Stärken darin ihre Teamkameraden zu unterstützen. Auch wenn Heiler ein wichtiger Bestandteil dieser Kategorie sind, so gibt es auch Helden, die ihrem Team mit anderen Fähigkeiten einen Vorteil verschaffen können.

Heiler

Ein Held mit heilenden Fähigkeiten hält sein Team möglichst lange am Leben, vor allem in Teamkämpfen. Dabei hält man sich natürlich eher im Hintergrund, damit man nicht zum leichten Ziel wird. Heiler haben auch Fähigkeiten im Gepäck, die Gegner negativ beeinflussen. Um diese einzusetzen muss man manchmal näher heran ans Geschehen. In der Regel sollte man in seiner Teamkonstellation einen Heiler dabei haben. Unter diese Kategorie fallen zum Beispiel Uther, Malfurion und Rehgar.

Andere Unterstützer

Die Helden dieser Unterkategorie besitzen unterstützende Fähigkeiten, die jedoch nicht zwingend von heilender Natur sind. Sie haben gar keine oder nur leichte Heilungsfähigkeiten. Beste Beispiele hierfür sind Tassadar und Tyrande.

Tassadar besitzt keine einzige heilende Fähigkeit. Jedoch kann er mit seinen Schilden etwas Schaden vermeiden und mit einer weiteren Fähigkeit den Sichtradius für kurze Zeit vergrößern. Tyrande besitzt zwar eine heilende Fähigkeit, jedoch ist diese relativ schwach und kann ein Team alleine nicht am Leben erhalten. Dafür bringt ihre Eule eine verbesserte Mapübersicht und sie kann dafür sorgen, dass Gegner vorübergehend mehr Schaden erleiden.

Ein Unterstützer dieser Art hilft also dem Team ziemlich viel, kann es jedoch nicht so gut am Leben erhalten wie ein Heiler. Er wird deshalb eher zusätzlich zu einem Heiler gewählt.

Der Krieger

Ein Krieger steht natürlich mitten im Geschehen. Er kann viel einstecken und dadurch das eigene Team beschützen. Viele Lebenspunkte und defensive Fähigkeiten machen das möglich. Jedoch können manche Krieger auch sehr gut austeilen und besitzen oftmals Fähigkeiten, mit denen sie das gegnerische Team stören können. Man unterscheidet deshalb zwischen diesen zwei leicht verschiedenen Richtungen: Es gibt den normalen Tank und den sogenannten Bruiser.

Tank

Ein Tank besitzt viele Trefferpunkte und defensive Aspekte. Er ist dafür verantwortlich das eigene Team zu beschützen und den Großteil der Angriffe auf sich zu lenken. Dies schafft man in der Regel dadurch, dass man sich nah an den Gegnern befindet und diese mit seinen Fähigkeiten unter Druck setzt. Jedoch hat man auch oft die Aufgabe Gegner zu stoppen, welche in die eigenen Reihen gelangen wollen um z.B. einen Heiler auszuschalten. Ein Gleichgewicht zwischen diesen beiden Aktionen ist also der Schlüssel zum Erfolg als Tank. Typische Tanks sind beispielsweise E.T.C. und Muradin.

Bruiser

Der Bruiser ist die etwas aggressivere Variante des Kriegers. Man kann diese Helden als einen Mix aus Assassinen und Tanks betrachten. Er hält etwas mehr aus, erreicht aber in der Regel nicht die hohen Schadenswerte eines Assassinen. Gute Beispiele hierfür sind Sonya, Johanna oder Tyrael.

Man benötigt also nicht so viel Unterstützung von anderen Teammitgliedern wie ein Assassine und kann bei ausgeglichenen Kämpfen auch mehr Risiken eingehen. Manchmal kann ein Bruiser im Team zum Beschützen der anderen Helden ausreichen. Jedoch sollte man dann vielleicht einen weiteren Unterstützer dabei haben, um die Ausdauer in Teamkämpfen zu erhöhen. Ein zusätzlicher Krieger oder andere Kombinationen sind natürlich auch möglich.

Spezialist

Die Spezialisten sind im Grunde die Helden mit der kompliziertesten Rolle in Heroes of the Storm. Nahezu jeder dieser Helden unterscheidet sich vom Spielprinzip her von den anderen Spezialisten. Aber sie haben auch eine große Gemeinsamkeit: Jeder ist gut darin seine Lane zu halten und ist Ideal für Belagerungen der gegnerischen Gebäude.

Davon abgesehen gibt es aber große Unterschiede. Beispielsweise kann man Sylvanas noch am ehesten als Fernkämpfer betrachten. Azmodan oder Sgt. Hammer hingegen sind Belagerungshelden, die gegnerische Gebäude sehr effektiv auseinander nehmen können. Abathur wiederum nimmt gar nicht direkt an Kämpfen teil, sondern stärkt seine Teammitgliedern und kümmert sich parallel um das Ergattern von Erfahrungspunkten. Die Wahl des richtigen Spezialisten für ein Team ist also gar nicht so einfach und setzt etwas Spielerfahrung voraus.

Die richtige Wahl treffen

Es gibt in Heroes of the Storm also weitaus mehr Rollen, als Blizzard uns vorgibt. Dadurch entstehen auch viel mehr Möglichkeiten bei den Teamkonstellationen und viel mehr Aspekte, die es zu beachten gibt.

Wenn man das Wissen über die verschiedenen Rollen verinnerlicht, dann kann man bei der Wahl des Helden bessere Entscheidungen treffen. Es trifft zum Beispiel oft das Szenario ein, dass das Team noch einen Unterstützer benötigt und man sich für Tassadar oder Tyrande entscheidet. Am Ende wird man dann gefragt, warum man keinen Heiler genommen hat. Solche Situationen kann man umgehen und durch eine gute Wahl die Siegchancen erhöhen.